SabineDaechertUnter dem bezeichnenden Namen „Buchstabensuppe & Zahlensalat“ ist Sabine Dächert in Kirchheim bei München mit einem Trainingsangebot für Kinder mit Lese-, Schreib- und/oder Rechenschwäche an den Start gegangen. In ihren Kursen setzt sich die diplomierte Legasthenie- und Dyskalkulietrainerin intensiv, individuell und differenziert mit den betroffenen Kindern, ihren Problemen, aber auch ihren Defiziten auseinander. So werden in Einzelstunden die Fähigkeit zur Aufmerksamkeit beim Lernen trainiert sowie die erforderlichen Sinneswahrnehmungen, die für das Schreib-, Lese- oder Rechenverständnis benötigt werden, geschärft. Aber auch das Arbeiten an den eigentlichen Symptomen kommt nicht zu kurz: Beim Lösen von Lese-, Schreib- und Rechenaufgaben – ganz ohne Zeit- und Leistungsdruck – üben die Kleinen das zuletzt erworbene Wissen und sind schnell auf erste Erfolge stolz.

Konzept des spielerischen Lernens: Das Kind soll Spaß haben

„Ganz bewusst bezeichne ich meine Kurse nicht als ‚Unterricht‘ oder ‚Nachhilfestunden‘, sondern als ‚Training‘. Das Kind soll gerne zu mir kommen, Spaß haben und motiviert bei der Sache sein“, erklärt Sabine Dächert. „Daher wird nicht klassisch unterrichtet, sondern fast alles spielerisch angegangen: Zum Einsatz kommen iPad, bunte Arbeitsblätter und viele andere praktische Dinge, die wir gemeinsam zum Arbeiten nutzen. Dazu zählen beispielsweise Knetmasse, Bastelutensilien, Früchte oder Obst. Gute Laune kommt beispielsweise auch beim Zusammenstellen der Zutaten für einen Kuchen auf, der anschließend gemeinsam gebacken wird.“

Legasthenie und Dyskalkulie – was ist das eigentlich?

Es gibt verschiedene Theorien darüber, worin die Ursachen für Legasthenie und Dyskalkulie eigentlich liegen. Fest steht jedoch: Beides ist weder eine Behinderung noch eine Krankheit, sondern lediglich eine besondere Sinneswahrnehmungen, die bei mehr als 15 Prozent der Weltbevölkerung vorliegt und nichts mit geringer Intelligenz zu tun hat. Zu den Betroffenen gehören beispielsweise auch Berühmtheiten wie Albert Einstein, Alfred Hitchcock, Agatha Christie oder Tom Cruise. Abhilfe ist durch eine ausgeklügelte Didaktik – eine besondere Unterrichtsform beim Erlernen des Schreibens, Lesens und/oder Rechnens – leicht zu schaffen, wenn die Diagnose korrekt und möglichst früh gestellt wird. „Leider werden Legasthenie und Dyskalkulie noch immer von Lehrern oftmals nicht als solche erkannt“, beklagt Dächert.